Immer neue Rekordmarken, die Spielergehälter steigen munter mit. In Deutschland soll die 50+1-Regel den Fußball vor dem Ausverkauf und dem puren Einfluss wirtschaftlicher Interessen schützen. Aber hält dieses Bollwerk wirklich dicht?
Fünf Jahre lang war Claus Vogt Präsident des VfB Stuttgart. Sein Ziel: Er wollte die Fans in der Kurve mit den Interessen des Kapitals versöhnen. Er scheiterte: Zwei Dax-Konzerne kauften sich Anteile an dem Bundesligisten. Vogt mit seiner etwas anderen Sicht auf den Profifußball störte den Geschäftsgang – der gnadenlose Machtkampf wurde mit legalen, aber auch illegalen Mitteln ausgefochten, mit einem überraschenden Ausgang. Vogts Geschichte bestätigt Kritiker und Fans, die sich gegen die Übermacht des Geldes wehren.
Das Buch von Udo Ludwig und Marcus Bark gibt intime Einblicke in das Geschäft der Manager, der Berater und vieler Putzerfische, die sich rund um die Unterhaltungsware Fußball gruppieren. Es beleuchtet, wie Finanzinvestoren in den deutschen Fußball drängen und wie die Abwehr gegen den Ausverkauf bröckelt.
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